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Sensorische Integrationstherapie

bei Entwicklungsstörungen im Kindesalter

Sensorische Integration ist die Aufnahme von Sinnesinformationen, ihre Weiterleitung im Nervensystem und ihre Deutung im Gehirn zum Handlungsgebrauch. Dieser Wachstumsvorgang beginnt lange vor der Geburt, vollzieht sich im frühen Kindesalter besonders rasch, setzt sich aber lebenslang fort. Er ist die Grundlage für Bewegung, Sprache und Lernen und der Schlüssel zu sinnvoller Handlung. Dieser Prozess der sensorischen Integration kann gestört sein. Daraus resultieren können z.B. motorische Ungeschicklichkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und Lernproblemen. 

Die Sensorische Integrationstherapie begründete die Amerikanerin Dr. Anna Jean Ayres in den 1970er Jahren. Eine systemische Sichtweise der Reizaufnahme über die Sinnesorgane, der  Weiterleitung zum Gehirn und der dortigen Ordnung bzw. Wechselwirkungen müssen erkannt werden um Strategien zu entwickeln, die das anpassende Verhalten verbessern.

Beobachtet und getestet werden vor allem die drei Grundwahrnehmungsebenen:

  1. Propriozeptive Wahrnehmung, auch Eigenwahrnehmung genannt. Die zuständigen Sinneszellen an den Muskeln und Sehnen geben dem Gehirn Auskunft über die Stellung des eigenen Körpers.

  2. Taktile Wahrnehmung, die Wahrnehmung über die Haut. Es gibt verschiedene Sinneszellen, die z.B. auf Druck, Zug, Temperatur und Ort einer Berührung reagieren. Sie ermöglichen z.B, dass ein Gegenstand mit dem entsprechenden Druck gehalten wird, so dass er nicht zwischen den Fingern mit ausreichender Kraft, jedoch nicht zu viel Kraft gehalten wird.

  3. Das Gleichgewichtssystem. Die zuständigen Sinneszellen im Innenohr ermöglichen das Aufrichten und Halten gegen die Schwerkraft in Ruhe und in Bewegung.

  4. Und die höheren Wahrnehmungsebenen: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken.